Dafür gibt es gute Gründe:
Nicht jeder Handwerksbetrieb kann es sich leisten, beispielsweise im Berufsfeld Metalltechnik, eine Lehrwerkstätte einzurichten, wie das bei vielen großen Firmen üblich ist. Zum einen ist diese Praxiseinrichtung sehr teuer, zum anderen sind viele Betriebe fachlich so hoch spezialisiert, dass sie den Auszubildenden die notwendige berufliche Grundbildung dieses Berufsfeldes in ihrer ganzen Breite gar nicht mehr vermitteln können. So durchlaufen die meisten angehenden Kfz-Mechaniker/-innen im ersten Lehrjahr in den Werkstätten und Theorieräumen der Schule auch viele praxisbezogene Ausbildungsabschnitte für die Vorbereitung auf ihren Beruf.
Ein Berufsfeld, in dem es auf dem Arbeitsmarkt nur wenig Lehrstellen gibt, ist die Hauswirtschaft. Deshalb ergänzt hier der Staat das duale System, indem er die Inhalte der Praxislehrstellen innerhalb der beruflichen Schule präsentiert. In einem flächendeckenden Netz von einjährigen Berufsfachschulen erhalten interessierte junge Leute die wichtige berufliche Grundbildung. Danach gilt es die Frage zu beantworten: Welcher Berufsabschluss ist für mich der Richtige? Möglich ist beispielsweise der staatlich anerkannte Abschluss im hauswirtschaftlich-pflegerischen Bereich zum/zur Hauswirtschafter/-in oder zum/zur Altenpfleger/-in.