Während des Schuljahres werden fächerübergreifende Projekte durchgeführt. Dabei arbeiten die beiden Fachrichtungen „Mehl” und „Fleisch” Hand in Hand an gemeinsamen berufsbezogenen Aufträgen.
Kommen da auch wirklich Gäste?“, war die erste Frage einer Schülerin, als sie hörte, dass die Einjährige Berufsfachschule
ein komplettes Frühstücksbuffet planen, herstellen und aufbauen soll. Der Ernstcharakter
der soeben gestellten Aufgabe hing schwer in der Luft und die Schülerinnen
und Schüler machten sich motiviert an ihre Arbeit. Das Buffet stellt Anforderungen an die
Fleisch- und an die Mehlgruppe der Einjährigen Berufsfachschule. Unter der Federführung der
Praxislehrerin wurden diese Anforderungen für die Buffetorganisation auf ein professionelles Niveau gehoben,
das den Schülern viel abverlangte. Die wichtigsten Ziele des Projekts lauteten: Die Schüler sollen selbstständig
Buffetbeiträge aus der Fleischerei und Bäckerei entwickeln, herstellen und im Team aufbauen; sie sollen ein ernährungsphysiologisch
vollwertiges Buffet zusammenstellten und sie sollen den Umgang mit Kunden und Gästen einüben.
Bevor die Gäste kommen konnten, gab es viel vorzubereiten. In der Praxis musste der Buffetaufbau vorgeplant, die Rezepturen getestet
und das gesamte Material festgelegt und eingekauft werden. In der Theorie, die neben Berufsfachlicher Kompetenz und Computertechnik auch die
Allgemeinbildung beinhaltete, wurden Einladungen an die Gäste geschrieben, Thekenaufsteller gedruckt und Informationsblätter mit Nährwertberechnungen
sowie Materialkosten erstellt und gestaltet. Da lief dann auch so mancher Schweißtropfen von der Schülerstirn.

Der große Tag kam und mit ihm kamen auch die Gäste: Geladene Kolleginnen und Kollegen wie auch Schüler waren erstaunt über dieses vielfältige, ja fast schon opulente Buffet, obwohl einiges schon in der Einladung daraufhin wies:
"Es gibt jede Menge köstliche Speisen von vitaminreichem Obst über schmackhaftes Rührei bis zur schön dekorierten Wurstplatte. Dazu reichen wir knusprige Brötchen, Croissants, kalte und heiße Getränke. Auch unsere alkoholfreien Cocktails und frisch gepressten Säfte sind unwiderstehlich."
Die aktiven Schüler hatten es gerade pünktlich geschafft, alles herzurichten und aufzubauen. Auch der Service ließ kaum zu wünschen übrig und alle genossen mit den Augen und dem Gaumen dieses variationsreiche Buffet und frühstückten wie der besagte König. „So etwas könnte es jeden Tag zum Frühstück geben!“, meinten gerade die Schüler, die sonst wohl eher selten so nahrhaft und gesund frühstücken, weil sie sich eben oft keine Zeit fürs Frühstücken nehmen.
Nach dem Reinigen und Spülen war der Tag aber noch nicht zu Ende und die Schüler mussten mit Hilfe einer kleinen Präsentation ihren praktischen Beitrag zum Buffet mit theoretischen Fakten untermauern. Schließlich konnten alle beteiligten Schüler mit einigen großen Erfahrungen und Kompetenzen mehr den Schultag beenden. Wetten, dass jetzt mehr Wert auf ein gutes Frühstück gelegt wird?




