Hey ihr,
na, habt ihr auch Lust in eurem Beruf weit über die Grenzen Deutschlands hinaus für ein paar Monate zu arbeiten? Wie ich zum Beispiel auf Bali und in Auckland (Neuseeland).
Mein Glück war es, dass ich durch eine Lehrerin an der GLG, Frau Bierle, erfahren habe, dass es das Baden-Württemberg-Stipendium gibt und nun habe ich es erhalten. Das heißt, ich bekomme ein sechsmonatiges Praktikum im Ausland von der Landesstiftung gezahlt!
Zuerst habe ich mir die Länder ausgesucht, in denen ich arbeiten will. Ihr könnt sechs Monate in einem Land bleiben oder es auf zweimal drei Monate aufteilen. Mit Hilfe des Internets schrieb ich per E-Mail meine ausgesuchten Arbeitsstätten an. In meinem Fall waren es Friseursalons. Nach Einigung mit den Friseursalons erhielt ich eine schriftliche Praktikumsbestätigung. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Bewerbungsunterlagen. Für die Suche des Praktikumsplatzes solltet ihr mit etwa sechs Monaten Zeitaufwand rechnen. Danach habt ihr das meiste erledigt. Ihr müsst nur dann nur noch die Bewerbungsunterlagen ausfüllen und mit allen Zeugnissen, einem Motivationsschreiben und der Praktikumsbestätigung an die Landesstiftung senden. Bewerbungsformulare zum Download findet ihr auf der oben genannten Internetseite unter dem Begriff "Förderantrag" bei den Downloads. Bis dieser Antrag bearbeitet ist solltet ihr mit weiteren zwei Monaten Bearbeitungszeit rechnen.
Ach, fast hätte ich es vergessen, man kann auch noch einen Sprachkurs beantragen. Wenn ihr den auch noch bekommt, dann rechnet noch mal einen Monat drauf, bevor es losgehen kann. Oder ihr macht ihn vor Ort.
O.k, ich muss dann mal losfliegen, aber ich halte euch auf den Laufenden mit ein paar Bildern. Falls ihr Fragen habt, wendet euch an *Frau Bierle* oder *Herrn Kaps*.
Nadja El Omri
Hallo Ihr,
endlich bin ich wirklich in Bali angekommen. Ich habe eine lange Zeit gebraucht mich hier an das Klima zu gewöhnen. Und ich muss gestehen, ich schaffe es einfach nicht, wie meine Chefin und meine Arbeitskollegen, so viel zu arbeiten. Das heißt, 6 Tage die Woche von 9 Uhr bis 21 Uhr bzw. bis 22 Uhr.
Meine Arbeitszeit sind nur 5 Tage und ich darf jetzt noch wegen dem warmen Klima 3 Stunden Mittagspause machen, die ich natürlich zum Schlafen im Hotel oder am Strand nutze.
Meine Chefin ist sehr nett und meine Arbeitskollegen auch. Sie haben mich super aufgenommen und sind immer um mein Wohl besorgt.
Die Arbeit selber ist ganz anders. Ich fühle mich wie ein Lehrling im 1. Lehrjahr, aber genau das habe ich gesucht. Erstens ist es eine komplett andere Welt, so schweres dickes Haar ohne Kanten zu schneiden. Des weiteren ist der Spa-Bereich sehr ausgeprägt. Das fängt schon beim Haarewaschen an, das ich noch einmal richtig lernen muss.
Die Fingertechniken der Friseure sind hier ganz anderes trainiert, sie sind viel genauer und beweglicher. Manchmal komme ich mir vor wie ein Elefant im Porzellanladen. Zwischen und während jeder Behandlung gibt es eine Massage, beim Haarewaschen, beim Trocknen der Haare mit dem Handtuch, während der Kureinwirkzeit, vor dem Schneiden, bei der Produktverteilung im Haar, beim Föhnen, bei der Pediküre, Maniküre und natürlich bei der Ganzkörpermassage. Mit einfachen Techniken, aber geschulten Fingern, verschönern sie Nägel und Haare und geben spezielle Massagen. Ich bin sehr froh über den vielen Input und über diese neue Herausforderung.
Meine Freizeit hier ist der beste Ausgleich, um sich von der Arbeit zu erholen. Oft sitzen wir Abends noch mit Freunden oder Kunden zusammen und genießen die lauwarme Nacht an einer belebten Strasse. Meine freien Tage verbringe ich natürlich am Strand.
Also bis dann
Nadja