Eine Fotovoltaikanlage für Maracaná in Paraguay |
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Wie kam es zu diesem Projekt?
Wir, der BUS-Freiburg e.V., sind immer auf der Suche nach Projekten, die das Unterrichten zum Thema globaler sowie regionaler Umwelt- und Klimaschutz durch Anschauung vereinfachen, und lebendig machen. Den Schüler soll mehr Appetit auf Umwelt- und Dritte Welt-Themen gemacht werden. Dies klappt selten mit anonymen Themen sondern ist mit greifbaren Beispielen aus der eigenen Schulprojektarbeit viel leichter. Somit spielt der Vorstand des Vereines schon lange mit dem Gedanken ein Projekt in der Dritten Welt zu unterstützen, das mit Klimaschutz zu tun hat. Die Stadt Freiburg, die uns in vielen Umweltthemen unterstützt hat, sendete die Unterlagen für Ihren Klimabündnis-Wettbewerb u.a. auch an unsere Schule. Der Wettbewerb wirkte wie ein Initialzünder auf unser Vorhaben. |
Projektbeschreibung
Ersatz eines Benzinstromaggregates für die Stromversorgung des Bildungs- und Kommunalzentrum des 5. Encuadres in der ACM (Asocación Campesina Maracaná) gegen eine CO 2-emmissionsfreie Fotovoltaikanlage als Pilotprojekt zum sukzessiven Ausbau der klimafreundlichen Energie in der ACM, insbesondere in Form der Fotovoltaik bei optimalen klimatischen Voraussetzungen mit ca. 3000 Sonnenstunden im Jahr!
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Der Ort, an dem sich das Bildungs- und Kommunalzentrum befindet, heißt Maracaná und liegt im Osten, etwa acht bis neun Autostunden von der Hauptstadt Asunción entfernt, im District Curuguaty. Vor etwa zwölf Jahren siedelten sich dort landlose Bauern an. Heute leben dort in zehn Dörfern (sog. Encuadres) etwa 6000 Menschen. Es gibt dort Parzellen für den landwirtschaftlichen Anbau und gleichzeitig zum Wohnen sowie Flächen für Renaturierungs- und Aufforstungszwecke (Schutzgebiete). In den Parzellen bauen die Familien im Moment fast nur Produkte für die eigene Existenz an. Da in Paraguay immer noch 2% der Bevölkerung 80% des Landes besitzen, sind solche Projekte als Modelle sehr wichtig. |
| Die Asocación Campesina Maracaná ACM, vertreten durch Santiago Martinez, Sekretär und geistiger Motor der ACM, träumt schon lange von einer eigenen solaren Stromversorgung. Die Satzung der ACM enthält wichtige Aspekte der Ökologie ( Art. 52 : Schutz der Natur, Anbau ohne Chemie, keine Brandrodung, Abbau der Bodenerosion usw.) und natürlich die Grundlagen der demokratischen Struktur, um diese Punkte gemeinschaftlich durchzusetzen. Eine Fotovoltaikanlage würde die unabhängige Stromversorgung und das ökologische Konzept unterstützen.
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Der Austausch des von Abgas stinkenden und lautstarken Benzinstromaggregates für die Stromversorgung des Bildungs- und Kommunalzentrum des 5. Encuadres in der ACM gegen eine CO 2-emmissionsfreie Fotovoltaikanlage wäre ein erster Meilenstein für eine klimafreundliche qualitativ hochwertige Stromversorgung des ACM und damit zu Verbesserung der Lebensbedingungen und zum Abbau z.T. korrupter Abhängigkeiten der staatlichen Energieversorgung! |
| Das Bildungs- und Kommunalzentrum steht im 5. Encuadre und enthält eine Schule, eine Bibliothek, einen Versammlungs- und Verwaltungsraum sowie eine kleine Radiostation. Die Bildung der Bevölkerung steht im Vordergrund. Dies heißt für die Kinder Schreiben, Lesen und Rechnen lernen, während für die Erwachsenen die Aufklärung über Gesundheit oder umweltschonende Anbaumethoden ohne Chemie auf dem Programm stehen. Der Radiosender mit kleiner Reichweite ist oft die einzige Informationsquelle der Campesinos, die durch die ACM eine neue Heimat und neues Selbstbewusstsein gefunden haben! Telefon und Internet sind noch in weiter Ferne! |
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Das projektbezogene Problem
Für die Entwicklungsländer wie Paraguay sind erneuerbare Energien aus politischer, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht ein sich anbietender Weg aus der Energiekrise für große Teile der Bevölkerung. Obwohl die Energie in Paraguay durch die Wasserkraft (Der Bau dieser Kraftwerke hat große Teile des Urwaldes, Flora und Fauna zerstört und Indianervölker und Bauernkolonien vertrieben.) vorhanden wäre, wird durch Korruption und unzureichende Verteilungstechnik für die Landbevölkerung diese fast unerschwinglich. So auch für die ACM*, die wie bereits berichtet von Bernd und Dina Immen erst im Sommer 2004 wieder besucht worden ist. Da ist ihnen das lautstarke, stinkende und benzintropfende Stromaggregat aufgefallen (s. auch Fotos). Santiago Martinez, Sekretär und geistiger Motor der ACM, wünscht sich schon lange eine bessere und ökologischere Stromversorgung. |
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| Erst im März 2005 bekamen sie dann durch z.T. selbstaufgestellte einfache Holzmasten eine Stromverbindung aus der 100 km entfernten Distrikthauptstadt Curuguaty. Aber dies war leider nicht der Beginn einer neuen Zeit, sondern eher der Einstieg in eine neue unzuverlässige und teure Abhängigkeit. Zuerst wurden einige der mitgebrachten PC´s durch die Überspannungen zerstört. Dann kommen die Kosten. Es fällt eine Grundgebühr an und einen Strompreis von umgerechnet 4 Cent für die Kilowattstunde, was für Paraguayische Verhältnisse recht viel ist. Ob die Lieferverträge eingehalten werden, ist fraglich und von korrupten Verhältnissen abhängig. Auch ist die Kontinuität der Versorgung selten gewährleistet. Somit kann die staatliche Stromversorgung hin und wieder höchstens die Lampen im Kommunalzentrum betreiben, für alles andere ist es zu unsicher. Also läuft das Stromaggregat munter weiter. |
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Warum würde der ACM eine Fotovoltaikanlage helfen?
- Sie würde eine kostengünstige Versorgung mit Strom kontinuierlicher aufrecht erhalten und dazu beitragen, „korrupte“ Abhängigkeiten abbzuauen.
- Sie würde helfen, einen Strom in guter Qualität zu liefern (ohne Überspannungen), der zum Betreiben von elektronischen Geräten (PC/Kopierer/Radiosender) die notwendige Voraussetzung ist!
- Sie würde bei gut 3000 Sonnenstunden im Jahr (vgl. südl. BRD 900 h) mit Sicherheit Spitzenerträge bringen!
- Sie würde ins ökologische Konzept der ACM passen. Das Lärm- und CO 2-emmitierende Aggregat muss sukzessive zum Stillstand kommen. Dazu möchten wir auf den Artikel 52 aus der Satzung verweisen.
- Sie würde eine gute Betreuung erhalten, da nicht nur das technische Know-how für den Aufbau und die Betreuung der Anlage vorhanden wäre, sondern auch die geistige Grundhaltung zum Betreiben und eventuellen Ausbauen der klimaschonenden erneuerbaren Energieerzeugung.
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Projektpartner:
Deutschland: Verein des Berufsschulzentrums Bissierstraße für Umweltschutz und Solarenergie – Freiburg e.V., vertreten u.a. durch Thomas Reiner, Erster Vorsitzender des BUS-Freiburg e.V. , Lehrer am Berufschulzentrum Freiburg und Bernd Immen, der 7 Jahre lang eine Berufsschule für Drucker in Paraguay aufgebaut hat, ebenfalls Lehrer am Berufschulzentrum Freiburg und seine in Paraguay geborene Frau Dina Immen, Kunstpädagogin ehemals Lehrerin in der ACM.
Paraguay: Asocación Campesina Maracaná (ACM), vertreten durch Santiago Martinez, Sekretär und geistiger Motor der ACM.
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